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Archives Eva Lassnitzer

Von der individuellen Förderdiagnostik zur gezielten Förderung

Ein Plädoyer für eine frühe Abklärung

institut-4Je früher eine „Rechenschwäche“ erkannt wird, umso früher können Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Auf Grundlage eines individuell erstellten mathematischen Profils kann gezielt an der Behebung bestehender mathematischen Lernschwierigkeiten gearbeitet werden. Je früher dies erfolgt,

  • umso rascher und mit umso geringerem Aufwand können in der Förderung Erfolge erzielt werden,
  • umso größer sind also die Chancen für das betroffene Kind, an den Lernstoff anzuschließen und
  • umso geringer ist das Risiko, dass es zu Folgeproblemen im Bereich der Psyche, der Motivation… kommt.

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Buchtipp: EINMALEINS verstehen, vernetzen, merken

Strategien gegen Lernschwierigkeiten

Buchcover

Das jüngste Buch von Michael Gaidoschik führt in das fachdidaktisch wohlbegründete Konzept der „ganzheitlichen“ Erarbeitung des kleinen Einmaleins ein.

Kinder lernen dabei nicht Malreihe für Malreihe auswendig, sondern automatisieren zunächst nur einige wenige, leicht zu merkende Kernaufgaben. Von diesen ausgehend, lernen sie das verständige rechnerische Ableiten aller anderen Aufgaben. Das Automatisieren des gesamten Einmaleins wird bewusst erst später, dann aber sehr gezielt betrieben.

Das ganzheitliche Vorgehen hilft insbesondere auch Kindern mit sogenannter „Rechenschwäche“, die mit dem traditionellen „Reihenlernen“ oft dauerhaft scheitern. Es stellt aber hohe Anforderung an die Lehrperson. Deshalb bietet der Band das nötige didaktische Hintergrundwissen, konkrete Leitfäden für die Erarbeitung und das Üben, zahlreiche Unterrichtsmaterialien und Kopiervorlagen für eine Lernkartei, die auch zum Download zur Verfügung stehen. Der Band richtet sich insbesondere an jene Grundschullehrkräfte, die in ihrer Ausbildung wenig auf den ganzheitlichen Zugang zum Einmaleins vorbereitet wurden. Darüber hinaus ist er auch hilfreich für Eltern und Förderkräfte, die Kinder beim Einmaleinslernen unterstützen wollen.

Das Buch kann direkt beim Friedrich-Verlag (Klett-Kallmeyer) bestellt werden. Die Kopiervorlagen sind dann mittels Code (im Buch) als Download beziehbar.

EIN JUBILÄUM: 20 JAHRE RECHENINSTITUT

Das Recheninstitut feiert sein 20 jähriges Bestehen, das ist für uns ein guter Grund, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

logo_recheninstitutIm April 1995 haben wir unsere Arbeit in Wien aufgenommen. Mit Freude und Zufriedenheit blicken wir jetzt auf 20 Jahre erfolgreicher und erfüllender Tätigkeit zurück. Mit leisem Stolz erfüllt uns aber auch, dass wir in dieser Zeit einiges bewegen konnten, denn in Österreich hat sich das öffentliche Bewusstsein und die Stellung von Schule und Schulpolitik zu mathematischen Lernstörungen nicht zuletzt durch unsere Publikationen, Vorträge und die Öffentlichkeitesarbeit deutlich weiterentwickelt.

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Aktuelle Studie: Vom Zählen zum Rechnen

Eine Studie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und PH Kärnten zeigt eindrucksvolle Effekte von Fortbildungsmaßnahmen zur Gestaltung des Mathematikunterrichts

Univ.Prof. Mag. Dr. Michael Gaidoschik

professors at faculty of science of education and communication in BrixenKinder können meist schon rechnen, bevor sie in die Schule kommen. Sie kennen vielleicht noch nicht alle Ziffern, auch mit dem Plus- und Minuszeichen sind sie vielleicht noch nicht vertraut. Wenn man aber Aufgaben wie 3+4 oder 7-5 in Geschichten verpackt – „Du hast drei Zuckerl und bekommst vier dazu“ -, sind sie für die meisten Kinder schon im letzten Kindergartenjahr lösbar (vgl. Benz u.a. 2015, S. 145 f.). Die Lösung erfolgt dann in der Regel durch zählendes Rechnen: Das Kind zählt etwa mit „eins, zwei, drei“ zunächst drei Finger der einen Hand ab. Dann mit „eins, zwei, drei, vier“ vier Finger der anderen Hand. Und dann führt es mit „eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben“ alle ausgestreckten Finger zur Nasenspitze und weiß das Ergebnis.

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Üben in den Sommerferien

Sieben Empfehlungen und eine dringende Warnung für Eltern „rechenschwacher“ Kinder und Jugendlicher

Die Empfehlungen in Kurzform:

subjektiv-141. Völlige Erholung für das Kind zumindest in den ersten drei, vier Wochen der Sommerferien!

2. Machen Sie sich vor dem Üben ein genaues Bild davon,  wo Ihr Kind momentan steht!

3. Lassen Sie sich von Fachliteratur beraten: Rechnen mag Ihnen  leicht erscheinen – beim Rechnen-Lernen zu helfen, ist es nicht!

4. Üben unter Stress ist kontraproduktiv! Bevor Sie mit Ihrem Kind üben, üben Sie sich in Geduld und Gelassenheit!

5. Wenn geübt wird, dann regelmäßig, aber in kurzen Einheiten!

6. Schließen Sie mit Ihrem Kind zu Ferienbeginn einen „Vertrag“ ab darüber, wann und wie geübt wird!

7. Freuen Sie sich mit Ihrem Kind über (noch so kleine) Erfolge beim Üben und bemühen Sie sich darum, dass Ferien – bei allem Üben – doch Ferien bleiben.

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