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Dissertation „Evaluation eines Therapieprogramms zur Behandlung von Rechenschwäche“

Da uns immer wieder Anfragen bezüglich einer wissenschaftlichen Evaluierung unserer Förderarbeit erreichen, möchten wir an dieser Stelle die Dissertation von Frau Dr. Birgit Fischer-Klein aus dem Jahr 2007 vorstellen. In dieser Dissertation wird das Förderprogramm zur Behandlung von Rechenschwächen evaluiert, das im Recheninstitut Wien angewandt wird.

Die Evaluationsstudie ist dabei als Kombination eines Kontrollgruppenvergleichs mit Einzelfallstudien angelegt. Zehn Grundschüler der zweiten und dritten Schulstufe wurden während eines Förderzeitraumes von fünf bis sechs Monaten mittels des Therapieprogramms Mathematik Wien gefördert. Jedem Studienkind war ein Kontrollkind, parallelisiert nach Alter, Geschlecht, allgemeiner Begabung und Schulklasse, zugeordnet. Die rechnerischen Leistungen der Studienkinder sowie die interventionszielgebundenen Leistungsentwicklungen wurden im Rahmen eines Prä-Post-Vergleiches mit den Leistungen der Kontrollgruppe verglichen.

Der Vorher-Nachher-Vergleich der interventionszielbezogenen Leistungen ergab, dass sich die Studienkinder im Zuge der Förderung sowohl im Rechnen selbst, als auch in ihrer allgemeinen Begabung steigern konnten.

Diese Leistungsverbesserungen konnten sowohl im Vergleich zu ihrem individuellen Ausgangsniveau, wie auch im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt werden. Die Fortschritte konnten nicht nur in der Studiengruppe im gesamten, sondern auch auf Einzelfallebene nachgewiesen werden und zeigten sich als unabhängig vom Ausgangsniveau an allgemeiner Begabung. Im Weiteren konnten Maßnahmen des didaktischen Aufmerksamkeitsmanagements im Rahmen der individuellen Förderung von lernschwachen Schülern vorgeschlagen werden.