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Üben

Buchtipp: EINMALEINS verstehen, vernetzen, merken

Strategien gegen Lernschwierigkeiten

Buchcover

Das jüngste Buch von Michael Gaidoschik führt in das fachdidaktisch wohlbegründete Konzept der „ganzheitlichen“ Erarbeitung des kleinen Einmaleins ein.

Kinder lernen dabei nicht Malreihe für Malreihe auswendig, sondern automatisieren zunächst nur einige wenige, leicht zu merkende Kernaufgaben. Von diesen ausgehend, lernen sie das verständige rechnerische Ableiten aller anderen Aufgaben. Das Automatisieren des gesamten Einmaleins wird bewusst erst später, dann aber sehr gezielt betrieben.

Das ganzheitliche Vorgehen hilft insbesondere auch Kindern mit sogenannter „Rechenschwäche“, die mit dem traditionellen „Reihenlernen“ oft dauerhaft scheitern. Es stellt aber hohe Anforderung an die Lehrperson. Deshalb bietet der Band das nötige didaktische Hintergrundwissen, konkrete Leitfäden für die Erarbeitung und das Üben, zahlreiche Unterrichtsmaterialien und Kopiervorlagen für eine Lernkartei, die auch zum Download zur Verfügung stehen. Der Band richtet sich insbesondere an jene Grundschullehrkräfte, die in ihrer Ausbildung wenig auf den ganzheitlichen Zugang zum Einmaleins vorbereitet wurden. Darüber hinaus ist er auch hilfreich für Eltern und Förderkräfte, die Kinder beim Einmaleinslernen unterstützen wollen.

Das Buch kann direkt beim Friedrich-Verlag (Klett-Kallmeyer) bestellt werden. Die Kopiervorlagen sind dann mittels Code (im Buch) als Download beziehbar.

Üben in den Sommerferien

Sieben Empfehlungen und eine dringende Warnung für Eltern „rechenschwacher“ Kinder und Jugendlicher

Die Empfehlungen in Kurzform:

subjektiv-141. Völlige Erholung für das Kind zumindest in den ersten drei, vier Wochen der Sommerferien!

2. Machen Sie sich vor dem Üben ein genaues Bild davon,  wo Ihr Kind momentan steht!

3. Lassen Sie sich von Fachliteratur beraten: Rechnen mag Ihnen  leicht erscheinen – beim Rechnen-Lernen zu helfen, ist es nicht!

4. Üben unter Stress ist kontraproduktiv! Bevor Sie mit Ihrem Kind üben, üben Sie sich in Geduld und Gelassenheit!

5. Wenn geübt wird, dann regelmäßig, aber in kurzen Einheiten!

6. Schließen Sie mit Ihrem Kind zu Ferienbeginn einen „Vertrag“ ab darüber, wann und wie geübt wird!

7. Freuen Sie sich mit Ihrem Kind über (noch so kleine) Erfolge beim Üben und bemühen Sie sich darum, dass Ferien – bei allem Üben – doch Ferien bleiben.

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Lese-Empfehlung: Automatisieren von Beziehungswissen

FullSizeRenderIn der aktuellen Grundschulzeitschrift mit dem Themenschwerpunkt „Flexibles Rechnen“ findet sich ein Beitrag zur Automatisation des Einspluseins von Michael Gaidoschik.

Wir können Kinder unterstützen, das Einspluseins im Langzeitgedächtnis zu speichern, um ihnen das Lösen von komplexeren Aufgaben mit zwei- und mehrstelligen Zahlen zu erleichtern: die Ausführungen sind eine Werbung fürs Automatisieren und dessen sorgfältige didaktische Einbettung.

Sie können das Heft 280 „Flexibles Rechnen“ direkt beim Friedrich Verlag bestellen

Zahlen, Muster und Strukturen

DO01_3-12-200940_Umschlag.inddDas wegweisende Forschungs- und Entwicklungs-Projekt „mathe 2000“ feiert heuer sein 25-Jahr-Jubiläeum. Rechtzeitig zum Fest-Symposion am 22. September 2012 an der TU Dortmund ist der Sammelband „Zahlen, Muster, und Strukturen. Spielräume für aktives Lernen und Üben“ erschienen, den wir hiermit allen, die an einem zeitgemäßen Mathematikunterricht Interesse haben, wärmstens empfehlen.

Das Buch kann zum Preis von ca. 18 € direkt über den Klett-Verlag und natürlich über den (Versand-)Buchhandel bestellt werden.

Nähere Informationen zu „mathe 2000“ erhalten Sie auf der Homepage des Projekts.

Wege und Irrwege in der Förderung rechenschwacher Kinder

Referat von Dr. Michael Gaidoschik anlässlich eines Dyskalkulie-Symposions in Klagenfurt im Dezember 2004

neu-16Wege und Irrwege: Der Titel klingt arrogant, ich weiß. Das klingt so, als würde sich einer hinstellen und sagen: Ich hab die Weisheit mit Löffeln gefressen, ich weiß, wo’s lang geht, und die anderen sind alle auf dem Holzweg. So arrogant bin ich nicht. Es geht hier aber auch nicht um meine persönlichen Weisheiten und Entdeckungen. Worum es geht, ist vielmehr: In den letzten 10, 20 Jahren hat die mathematik-fachdidaktische Forschung einiges über Rechenschwächen herausgefunden. Immer noch viel zu wenig, viele Fragen sind noch offen, in vielen Punkten sind die Experten uneins.

Aber es gibt doch auch eine ganze Reihe von Einsichten, über die mittlerweile in Fachkreisen weitgehend Konsens besteht. Auf dieser Grundlage, gestützt also auf einige Eckpfeiler der aktuellen mathematik-fachdidaktischen Forschung, lassen sich chancenreiche Wege für die Förderung rechenschwacher Kinder aufzeigen. Ich betone: Wege; dass es nicht den einen Königsweg zur Überwindung aller Schwierigkeiten im mathematischen Lernen gibt, ist gerade ein solcher Eckpfeiler dieser Forschung.

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