Tel. 01 / 526 48 46

Archives Eva Lassnitzer

Bericht von der Fachtagung BRIMA Primar

Der Brixner Mathematiktag für den Primarbereich

Screenshot 2017-11-15 19.00.44Der  BRIMA Primar ist eine jährliche Fortbildungsveranstaltung in Südtirol in Kooperation zwischen der Freien Universität Bozen (Fakultät für Bildungswissenschaften) und dem Deutschen Bildungsressort (Bereich Innovation und Beratung) mit dem Ziel, kräftige Impulse für die Weiterentwicklung mathematischer Bildung in der Altersstufe 3 bis 11 zu geben.

Der Gründer und langjährige Leiter des Recheninstituts, Michael Gaidoschik, ist als Professor für Didaktik der Mathematik im Primarbereich an der Universität Bozen für die Planung und Ausrichtung der Tagung verantwortlich.

Die künftig jährlich stattfindende Tagung richtet sich an alle, die an früher mathematischer Bildung interessiert sind, insbesondere an pädagogische Fachkräfte des Kindergartens und Lehrpersonen der Grundschule.

Der 1. BRIMA Primar hat am 21. Oktober 2017 mit großer Resonanz von über 300 Teilnehmenden aus ganz Südtirol (und vielen Gästen aus dem Trentino, dem Veneto, Nordtirol, der Schweiz und Deutschland) stattgefunden.

Die Tagung soll als Plattform für den Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und pädagogischer Praxis genutzt werden, aber auch für den Austausch zwischen KindergartenpädagogInnen und Lehrpersonen der Grundschule. Die Hauptvorträge und auch das Workshopangebot widmen sich 2018 in gleichem Ausmaß dem Grundschulbereich und der Kindergartenpädagogik.

Der 2. BRIMA Primar ist bereits in Planung; Themenschwerpunkt 2018 werden Mathematische Lernschwierigkeiten und Frühförderung sein.

Bitte merken Sie sich den Termin vor:
Samstag, 20. Oktober 2018, 8.30 – 17.00 Uhr in Brixen

Hier geht es zur Website der Tagung

Sie können sich auf der Tagungswebsite für den Newsletter zur Tagung anmelden, dann werden Sie frühzeitig über das programm und Anmeldemöglichkeiten informiert.

Mehr ist mehr – Regelspiele zur Förderung mathematischer Kompetenzen

Empfehlung: Praxisband mit Spielanleitungen und Downloadmaterial

Mehr ist mehr cover

Frühe mathematische Förderung führt zu besserem mathematischem Können sowohl in der Vorschule wie in der Primarstufe. Dazu eignen sich Regelspiele für Kinder im Vorschulalter ganz besonders.

Den Kern dieses Praxisbandes bilden deshalb Spiele, die in vielen Kindergärten in Deutschland, der Schweiz und Österreich intensiv erprobt wurden. In einer breit angelegten Untersuchung konnte die Wirksamkeit solcher Regelspiele belegt werden.

Im Buch werden die Grundlagen zu Spiel und mathematischer Förderung prägnant dargestellt und 18 Regelspiele zur frühen mathematischen Förderung beschrieben.

  • ŸDie Spiele eignen sich für Gruppen von zwei bis fünf Kindern und ermöglichen in hohem Maße selbständiges Spielen und Lernen.
  • Im Downloadmaterial finden sich Kartensets und umfangreiche Vorlagen zur Herstellung der Spiele für den Einsatz im eigenen Kindergarten und in der Schule.

Der 2017 in 2. Auflage gedruckte Band ist von Bernhard Hauser, Elisabeth Rathgeb-Schnierer, Rita Stebler und Franziska Vogt herausgegeben. Er richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher sowie an Lehrende im Anfangsunterricht der Grundschule, die mit Spielspaß mathematische Kompetenzen fördern möchten.

Zum Inhaltsverzeichnis

 

Ein Plädoyer für das – fachlich geleitete – Fingerrechnen

Vom Nutzen der Finger für die Ablösung vom zählenden Rechnen

Soll man die Verwendung der Finger beim Rechnenlernen zulassen oder gar fördern?

Der Beitrag von Michael Gaidoschik im aktuellen Heft „Lernen konkret“ versucht, in dieser Streitfrage eine sachlich begründete Position zu beziehen und dabei speziell auf die Lernvoraussetzungen und Lernbedürfnisse von Kinder mit Lernschwierigkeiten einzugehen.

Sie können das Heft LERNEN KONKRET – Bildung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung 4 / 2016 mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Mathematik – Arithmetik (operative Grundlagen)“ direkt bestellen: Westermann Verlag

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis des empfohlenen Hefts.

Neuerscheinung: Kinder spielerisch fördern – mit echter Mathematik

Anregungen zur Kooperation von Kindergarten und Grundschule mit dem Mathe 2000 Frühförderprogramm

wittmann spielerisch fördern-coverMathematische Frühförderung kann bereits im Kindergarten ein mathematisches Grundverständnis anbahnen, um Kinder spielerisch auf den bevorstehenden Mathematikunterricht in der Grundschule vorzubereiten und ihr Interesse an Mathematik zu wecken. Ziel des vorgestellten Buches von Erich Wittmann (Hrsg.) ist es, die Notwendigkeit einer frühen mathematischen Förderung aufzuzeigen und den Blick für fachliche Qualität auf diesem Gebiet zu schärfen.

Im Zentrum stehen 12 Praxisberichte aus verschiedenen Ländern, die verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit von Grundschulen und Kindergärten unter Beachtung der lokalen Gegebenheiten organisiert werden kann und wie Kindergärten auch aus sich heraus aktiv werden können.

Eingerahmt werden diese Berichte durch grundsätzliche Überlegungen zu Zielen, Inhalten und Prinzipien einer ‚echten‘ mathematischen Frühförderung.
Dem Buch beigefügt ist eine CD mit Videodokumenten, die einen lebendigen Eindruck von den Aktivitäten der Kinder vermitteln.

Inhaltsverzeichnis

Dissertation „Evaluation eines Therapieprogramms zur Behandlung von Rechenschwäche“

Da uns immer wieder Anfragen bezüglich einer wissenschaftlichen Evaluierung unserer Förderarbeit erreichen, möchten wir an dieser Stelle die Dissertation von Frau Dr. Birgit Fischer-Klein aus dem Jahr 2007 vorstellen. In dieser Dissertation wird das Förderprogramm zur Behandlung von Rechenschwächen evaluiert, das im Recheninstitut Wien angewandt wird.

Die Evaluationsstudie ist dabei als Kombination eines Kontrollgruppenvergleichs mit Einzelfallstudien angelegt. Zehn Grundschüler der zweiten und dritten Schulstufe wurden während eines Förderzeitraumes von fünf bis sechs Monaten mittels des Therapieprogramms Mathematik Wien gefördert. Jedem Studienkind war ein Kontrollkind, parallelisiert nach Alter, Geschlecht, allgemeiner Begabung und Schulklasse, zugeordnet. Die rechnerischen Leistungen der Studienkinder sowie die interventionszielgebundenen Leistungsentwicklungen wurden im Rahmen eines Prä-Post-Vergleiches mit den Leistungen der Kontrollgruppe verglichen.

Der Vorher-Nachher-Vergleich der interventionszielbezogenen Leistungen ergab, dass sich die Studienkinder im Zuge der Förderung sowohl im Rechnen selbst, als auch in ihrer allgemeinen Begabung steigern konnten.

Diese Leistungsverbesserungen konnten sowohl im Vergleich zu ihrem individuellen Ausgangsniveau, wie auch im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt werden. Die Fortschritte konnten nicht nur in der Studiengruppe im gesamten, sondern auch auf Einzelfallebene nachgewiesen werden und zeigten sich als unabhängig vom Ausgangsniveau an allgemeiner Begabung. Im Weiteren konnten Maßnahmen des didaktischen Aufmerksamkeitsmanagements im Rahmen der individuellen Förderung von lernschwachen Schülern vorgeschlagen werden.