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Archives Eva Lassnitzer

Bildungsstandards & Co

Qualitätsabsenkung durch „Qualitätssicherung“

Ein Beitrag von Erich Ch. Wittmann

Die Bildungsstandards M4, an denen künftig der Mathematikunterricht in Österreichs Volksschulen gemessen werden soll, enthalten richtige, wichtige Ziele – Ziele des Mathematikunterrichts in der Grundschule, die von der aktuellen Mathematik-Fachdidaktik seit vielen Jahren formuliert und begründet werden. Aber wie erreicht man, dass diese Ziele auch tatsächlich von möglichst vielen Kindern erreicht werden?

Erich Ch. Wittmann, einer der führenden deutschsprachigen Fachdidaktiker für Grundschul-Mathematik, hat dazu einen klaren Standpunkt: Flächendeckende standardisierte Tests, mit denen künftig auch in Österreich überprüft werden soll, ob und in wie weit die „Bildungsstandards“ erreicht werden, sind, so Wittmann, gerade nicht förderlich für die Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung im Mathematikunterricht. Wittmann begründet dies mit Argumenten, die uns, obgleich er auf die Situation in Deutschland Bezug nimmt, auch für Österreich bedenkenswert erscheinen – und die wir deshalb hier auch österreichischen Interessierten zur Kenntnis bringen wollen.

Qualitätsabsenkung durch „Qualitätssicherung“

 

Schwach in Rechnen – Dyskalkulie?

Über die besonderen Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens

Betrachtungen von Hans-Dieter Gerster

Hans-Dieter Gerster, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 Professor für Mathematik und deren Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg/Breisgau, nach wie vor aktiv in der Weiterbildung von LehrerInnen, ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren auf dem Gebiet mathematischer Lernschwierigkeiten.

Hier finden Sie den vollständigen Artikel:

Schwach in Rechnen – Dyskalkulie?

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Wie aus „rechenschwachen“ VolksschülerInnen „rechenschwache“ Jugendliche werden – und wie ihnen doch noch geholfen werden kann

Warum man nicht darauf warten sollte, dass „der Knopf aufgeht“

artikelbild-4„Könnte es nicht sein, dass ihr/ihm irgendwann einmal von selbst der Knopf aufgeht?“ – Diese Frage bekommen wir bei Beratungsgesprächen im Recheninstitut häufig gestellt. Gestellt wird sie von Eltern, bei deren Kindern wir im Verlauf von förderdiagnostischen Abklärungen feststellen mussten, dass sie (in individuell höchst unterschiedlichen Ausprägungen)

• Zahlen unzureichend verstanden haben,
• das dezimale Stellenwertsystem nicht oder nicht ausreichend durchschaut haben,
• vor allem im Bereich der Multiplikation und Division über kein gesichertes Operationsverständnis verfügen
• und in Folge all dessen bereits an den Grundlagen der Mathematik scheitern und mehr und mehr auch verzweifeln

Man kann solche Schwierigkeiten als „Rechenschwäche“ bezeichnen. Man sollte dabei aber bedenken, dass es sich nicht einfach um einen im Kind ein für alle Zeiten angelegten „Defekt“ (eine „angeborene Schwäche“) handelt, sondern immer um das (vorläufige!) Resultat von Lernprozessen.

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Basis-Math 4 – 8

Basisdiagnostik Mathematik für die Klassen 4 – 8

Lis Reusser, Heilpädagogin, Psychologin und Co-Autorin stellt das Testverfahren BASIS-MATH 4-8 vor

basis mathStudien belegen, dass rechenschwache Schülerinnen und Schüler in höheren Klassen die zentralen mathematischen Kompetenzen der Grundschulmathematik nicht oder nur sehr lückenhaft beherrschen. Dies hat zur Folge, dass diese Schülerinnen und Schüler in ihrem mathematischen Lernprozess stagnieren und sich mit Auswendiglernen und dem Anwenden von nicht verstandenen Algorithmen über Wasser zu halten versuchen.

Daher überprüft BASIS-MATH 4-8 nicht altersvergleichende Lehrplanziele, sondern inwieweit ein Schüler bzw. eine Schülerin mit schwachen Mathematikleistungen den Basisstoff der ersten vier Schuljahre verstanden hat und welche Strategien er bzw. sie verwendet.

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Lernumgebungen für Rechenschwache bis Hochbegabte

Ein groß angelegtes Schweizer Schulprojekt und der Titel eines äußerst lesenswerten Buches

Lernumgebungen für Rechenschwache bis HochbegabteSeit 2001 läuft in drei Schweizer Schulgemeinden das Projekt „Lernumgebungen für Rechenschwache bis Hochbegabte“ – ein Projekt, das unseres Erachtens auch hierzulande Beachtung (und möglichst zahlreiche Nachahmer!) finden sollte.

Die beste Werbung für das, was da unter Leitung von Elmar Hengartner, Rene Koch, Ueli Hirt und Beat Wälti von der Fachhochschule Pädagogik Aargau veranstaltet wird, liefern die Kinder, die bei diesem Projekt mitwirken – und deren mathematisches Lernen im 2006 erschienenen Band „Lernumgebungen für Rechenschwache bis Hochbegabte – Natürliche Differenzierung im Mathematikunterricht“ (Klett und Balmer Verlag Zug) dokumentiert ist.

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