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Mathematikunterricht

KIRA und PIK AS: Eine Empfehlung

kira_titelKIRA (Kinder rechnen anders) und PIK AS (Prozess- und inhaltsbezogene Kompetenzen – Anregungen zur fachbezogenen Schulentwicklung) sind zwei Projekte an der TU Dortmund (Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts), die sich die Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts zum Ziel gesetzt haben. Auf den Webseiten der beiden Projekte finden Lehrkräfte eine Fülle von Anregungen für einen Mathematikunterricht, der ALLEN Kindern zugute kommt: den „rechenschwachen“ ebenso wie den „rechenstarken“.

Unsere Empfehlung: Schauen Sie sich das an!

Homepage KIRA

Homepage PIK AS

 

Bildungsstandards & Co

Qualitätsabsenkung durch „Qualitätssicherung“

Ein Beitrag von Erich Ch. Wittmann

Die Bildungsstandards M4, an denen künftig der Mathematikunterricht in Österreichs Volksschulen gemessen werden soll, enthalten richtige, wichtige Ziele – Ziele des Mathematikunterrichts in der Grundschule, die von der aktuellen Mathematik-Fachdidaktik seit vielen Jahren formuliert und begründet werden. Aber wie erreicht man, dass diese Ziele auch tatsächlich von möglichst vielen Kindern erreicht werden?

Erich Ch. Wittmann, einer der führenden deutschsprachigen Fachdidaktiker für Grundschul-Mathematik, hat dazu einen klaren Standpunkt: Flächendeckende standardisierte Tests, mit denen künftig auch in Österreich überprüft werden soll, ob und in wie weit die „Bildungsstandards“ erreicht werden, sind, so Wittmann, gerade nicht förderlich für die Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung im Mathematikunterricht. Wittmann begründet dies mit Argumenten, die uns, obgleich er auf die Situation in Deutschland Bezug nimmt, auch für Österreich bedenkenswert erscheinen – und die wir deshalb hier auch österreichischen Interessierten zur Kenntnis bringen wollen.

Qualitätsabsenkung durch „Qualitätssicherung“

 

Traditionelle Zahlenräume – im Interesse der Kinder?

Die Zahlenraumerweiterung erfolgt in der Grundschule traditionellerweise in Jahrgangs-Schritten:

Im ersten Schuljahr wird der Zahlenraum in Österreich üblicherweise erst bis 10, dann 20, dann 30 behandelt, in den letzten Schulwochen zumeist noch in „Zehnerschritten“ bis 100.

Erst im zweiten Schuljahr werden die „Lücken“ zwischen diesen Zehnerschritten ausgefüllt und der Zahlenraum 100 vollständig erarbeitet.

Im dritten Schuljahr ist bei 1000 „Schluss“, im vierten bei 1.000.000.

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